Ecuador ist seit 1960 das Partnerland der Erzdiözese München und Freising.
Mit dem Eucharistischen Weltkongress in München 1960 begann alles. Der
damalige Caritasdirektor, Prälat Oskar Jandl, während des II.Vatikanischen
Konzils dann auch Kardinal Julius Döpfner und kein geringerer als Papst
Johannes XXIII. legten den Grundstein für diese Partnerschaft.
So ging es weiter.
Seit ungefähr 1980 wird das Mehr-Säulen-Modell angestrebt. Aus finanziellen
Gründen wird versucht, die Partnerschaft zu Ecuador auf viele kleine Säulen
zu verteilen. Eine dieser kleinen Säulen ist der Verein „Regenbogen Ecuador
e.V.“.
Krankenstation
Im Nachfolgenden haben wir die wichtigsten Projekte aus dieser Zeit
zusammengestellt, die wir zusammen mit P. Víctor durchgeführt haben.
Dabei war der Bau einer Krankenstation unser bisher größtes Projekt.
Erste konkrete Schritte und Kalkulationen konnten wir dann beim Besuch von
Padre Víctor im Jahr 2000 machen. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Padre
Víctor, seines absolut vertrauenswürdigen Umganges mit den überwiesenen
Geldern und deren äußerst effektiver Umlage sowie durch die Mitarbeit der
Menschen aus den 7 Pfarrgemeinden der Partnergemeinde war es Ende des Jahres
2001 soweit: Die Krankenstation für Juan Benigno Vela konnte eingeweiht
werden.
Die Gesamtkosten beliefen sich auf 22 700.- US$, wovon knapp 20 000.- US$
von uns überwiesen werden konnten und der Rest als Eigenleistung eingebracht
worden ist. Mit besonderer Freude hat es uns erfüllt, dass die
Krankenstation den Namen "ARCO IRIS" erhielt, die wörtliche Übersetzung
unseres Vereinsnamens "Regenbogen".
Zitat P. Víctor aus dieser Zeit:
Es hat einen Zeitpunkt gegeben, an dem ich mir gedacht habe, mit diesem
Projekt eines dispensario médicos hast du den größten Fehler deines Lebens
gemacht. Dann aber ist Eure Überweisung gekommen und jetzt ist dieses
Projekt zu so einem großen Erfolg geworden.
Cuy-Stall
Im Jahr 2000 durften wir bei der Einweihung eines in Eigeninitiative
gebauten Gebäudes dabei sein, in dem Cuys gezüchtet werden. Cuys sind
hasengroße Tiere, die mit unseren Meerschweinchen verwandt sind und ein sehr
proteinreiches Fleisch liefern, das für die Ernährung der Menschen in diesem
Andenland äußerst wichtig ist.
Wir haben die Kosten für das Dach dieses Gebäudes übernommen.
Käserei / Kühe
Bereits bei unserer ersten Reise im Jahr 1998 haben wir von P. Víctor eine
kleine „Käserei“ vorgestellt bekommen, die einige Frauen aufgebaut hatten.
Die sehr schmackhaften Produkte wurden in die nahe gelegene Großstadt Ambato
verkauft. Weil es an Milch fehlte, haben wir – wieder über P. Víctor – bei
der Anschaffung von Kühen finanziell mitgeholfen.
Kanalbau
In diesem Zusammenhang entstand – im Jahr 2000 – in eigener Regie auch ein
ca. 5 km langer Bewässerungskanal, der die Felder von bis zu 150 Familien
mit Wasser versorgen kann. Wir konnten finanzielle Starthilfe geben.
Medizinische Notfälle
Während des gesamten Zeitraumes ist es auch immer wieder passiert, dass P.
Víctor uns wegen medizinischer Notfälle, die akut aufgetreten sind,
kontaktiert hat. Soweit es unsere Finanzmittel erlaubten, haben wir versucht
immer zu helfen.
Wohnungen
Weil wir mit eigenen Augen sehen konnten, in welchen menschenunwürdigen
Behausungen teilweise Familien (zumeist vom Ehemann verlassene Mütter mit
ihren Kindern) leben mussten, haben wir über P. Víctor auch ein Projekt
unterstützt, das gemauerte Häuser als Ziel hatte, die dann von den Bewohnern
in Eigenverantwortung ausgebaut werden konnten.
Schule – Ausbildung – Freizeit
Welchen Stellenwert eine solide Schulbildung und eine anschließende
Ausbildung hat, weiß man auch hierzulande. Unterschiede im Standard sind
aber unschwer zu erkennen. P. Víctor hat auch in diesen beiden Bereichen
versucht und auch auf dem Gebiet der Freizeitgestaltung – z.B. durch die
Anschaffung von Musikinstrumenten – mit unseren Mittel etwas Abhilfe zu
schaffen.